Häufig gestellte Fragen

Alles, was Rechenzentrumsbetreiber über EdgePortal wissen möchten: von der Abgrenzung zu DCIM und Ticketsystemen bis zu Preisen und Onboarding.

Was ist EdgePortal? Worin unterscheidet es sich von einem DCIM oder einem Ticketsystem?

EdgePortal ist eine Whitelabel-Software, die Betreiber von Colocation- und Edge-Rechenzentren ihren Endkunden als Self-Service-Portal zur Verfügung stellen. Über die Plattform melden Kunden Besuche an, checken vor Ort per QR-Code ein, geben Sendungen auf, eröffnen Tickets und akzeptieren Compliance-Dokumente. All das geschieht in der Marken- und Sprachumgebung des Betreibers.

EdgePortal ersetzt kein DCIM und kein Ticketsystem. Es sitzt davor:

  • Ein DCIM verwaltet Racks, Stromkreise, Verkabelung und Kapazität, also das, was der Betreiber über seine Infrastruktur weiß. EdgePortal verwaltet, was der Endkunde mit dieser Infrastruktur tun darf.
  • Ein Ticketsystem (z. B. Zammad, OTRS, Jira Service Management) verarbeitet operative Workflows im Hintergrund. EdgePortal liefert dem Kunden ein strukturiertes Frontend mit Vorlagen, Status-Tracking und Genehmigungsflows. Tickets entstehen im bestehenden System, nicht parallel.

Abgrenzung gegenüber generischen Visitor-Management-Tools (Envoy, Proxyclick): EdgePortal ist auf Rechenzentrumsbetrieb zugeschnitten, nicht auf Office-Empfangstresen.

Für wen ist EdgePortal gedacht und für wen nicht?

Geeignet für:

  • Colocation-Betreiber mit mehreren Endkunden, die ihren Kundenservice professionalisieren wollen.
  • Edge- und Regional-DC-Betreiber.
  • Carrier und Netzbetreiber mit Meet-Me-Room- oder Cross-Connect-Zugängen.
  • Multi-Site-Betreiber mit dem Bedarf nach einem einheitlichen Kundenerlebnis über Standorte hinweg.
  • Enterprise-Rechenzentren, die ihre Betriebsprozesse dem Branchenstandard anpassen möchten.
  • Betreiber, die ISO 27001, NIS2- oder Branchenzertifizierungen vorbereiten und auditfähige Zugangsprotokolle benötigen.

Nicht geeignet für:

  • Reine Cloud- oder Managed-Hosting-Anbieter ohne physische Kunden-Zugänge.
  • Betreiber, die ein DCIM oder ein Ticketsystem suchen. Das löst EdgePortal nicht.
Wie funktioniert das Whitelabel? Was kann angepasst werden, was nicht?
AnpassbarNicht anpassbar
Logo (Header, E-Mails, Wallet-Pass)Modul-Struktur und grundlegende UX-Flows
Farbschema (Primär-, Sekundär-, Akzentfarben)Backend-Architektur und Datenbankschema
Custom Domain (z. B. portal.kunde.de)Update- und Versionierungszyklen
E-Mail-Templates inkl. Absender-DomainSicherheits-Defaults
Sprachen (Mehrsprachigkeit)
Hilfetexte und MOTD-Inhalte
Frage-Sets bei Avisierung und Check-in
Besondere Prozessanforderungen

Das Portal erscheint dem Endkunden vollständig als Produkt des Betreibers. EdgeOps übernimmt den vollständigen Betrieb im Hintergrund und entwickelt die Plattform konstant weiter.

Wie unterstützt EdgePortal NIS2-Compliance und Audit-Anforderungen?

EdgePortal liefert die organisatorischen und technischen Nachweise, die Auditoren typischerweise verlangen, in maschinenlesbarer Form.

AnforderungEdgePortal-Funktion
Lückenlose Zugangsprotokolle (NIS2 Art. 21)Check-in/out-Logs pro Person
Identitätsverifizierung beim ZutrittKonfigurierbare Verifizierungsstufen, Zero-Knowledge-Verification
Versionierte RichtlinienakzeptanzCompliance-Dokumente mit Versionierung; Re-Signierung erzwingbar
Berechtigungsmanagement (ISO 27001 A.9)Mandantenfähigkeit; Subunternehmer als eigene User mit feingranularen Rechten
Nachvollziehbarkeit administrativer AktionenAudit-Log aller Admin-Aktionen, exportierbar
Räumlich begrenzter Zugriff (EN 50600-2-5)Pro Besuch explizit definierbare Räume und Racks

EdgePortal ist kein ISMS-Werkzeug; es liefert die operativen Daten, die ein ISMS oder Auditor benötigt. Die Zertifizierung selbst (ISO 27001, EN 50600, BSI C5) erfolgt am Betreiber, nicht am Tool.

Wo wird EdgePortal gehostet? Können wir es On-Premises betreiben?

Zwei Betriebsmodelle stehen zur Wahl:

  • Single-Tenant Managed: dedizierte Instanz, optional im vom Kunden gewählten Rechenzentrum. Vollständige Datentrennung, EdgeOps verantwortet Updates und Betrieb.
  • Cloud / SaaS: Hosting in Deutschland. Updates, Backups und Monitoring durch EdgeOps. Kürzeste Time-to-Live.

Alle Modelle nutzen denselben Code und Funktionsumfang. Ein späterer Wechsel ist möglich. Datenstandort: keine Übermittlung außerhalb der EU im Standardbetrieb.

Welche Daten verarbeitet EdgePortal, und wie ist die DSGVO-Konformität sichergestellt?

Erfasste Daten pro Besucher:

  • Name, Firma, Funktion
  • Kontaktdaten (E-Mail; Telefon optional)
  • Besuchszeitraum und besuchter Bereich
  • Bestätigung akzeptierter Compliance-Dokumente mit Versionsnummer und Zeitstempel
  • Check-in/out-Zeitpunkte
  • Optional: Identitätsverifizierungs-Daten (konfigurierbar)

Nicht erfasst:

  • Biometrische Daten
  • Bewegungsprofile innerhalb des Rechenzentrums
  • Daten zu Personen ohne Besuchsantrag

Aufbewahrungsfristen: Pro Mandant konfigurierbar (Default: 24 Monate Audit-Logs, 90 Tage inaktive Anfragen). Automatische Löschung/Pseudonymisierung nach Ablauf.

Rechtsgrundlagen: Art. 6 Abs. 1 lit. b (Vertragserfüllung), lit. c (gesetzliche Verpflichtung), lit. f (berechtigtes Interesse) DSGVO. AVV nach Art. 28 DSGVO standardmäßig.

Wie integriert sich EdgePortal in unser bestehendes Ticketsystem?

EdgePortal ist API-first konzipiert und bindet bestehende Ticketsysteme bidirektional ein. Tickets werden im Zielsystem erzeugt, Statusänderungen synchronisieren in beide Richtungen.

Unterstützte Integrationsmuster:

  • REST-API mit OAuth2 oder API-Token
  • Webhooks für Statusereignisse (erstellt, kommentiert, geschlossen, eskaliert)
  • Mapping von EdgePortal-Templates auf benutzerdefinierte Felder im Zielsystem

Native Connectors: Zammad, Vision HelpDesk, ServiceNow, Jira ServiceDesk. Custom-Integrationen via REST-API (ca. 5 Personentage).

EdgePortal hält keine Ticket-Datenbank parallel. Das bestehende Ticketsystem bleibt Source of Truth.

Wie sieht der Onboarding-Prozess aus?

Standard-Onboarding dauert 2–4 Wochen:

  • Woche 1: Setup & Branding: Instanz, DNS, Whitelabel-Anpassung, Mandantenstruktur.
  • Woche 2: Inhalte & Compliance: Hausordnung, Sicherheitsrichtlinien, Frage-Sets, Standort-/Rack-Struktur.
  • Woche 3: Integration. Ticketsystem-Anbindung, End-to-End-Tests.
  • Woche 4: Schulung & Go-Live: Admin-Schulung, Pilot-Rollout, vollständiger Rollout.

Was der Kunde liefert:

  • Logo (SVG bevorzugt)
  • Farb-Codes oder Brand-Guidelines
  • Custom-Domain mit DNS-Zugriff
  • Finalisierte Compliance-Dokumente
  • API-Credentials für das Ticketsystem
  • Liste der Mandanten und Standorte

Komplexere Setups: 6–10 Wochen. Konkrete Einschätzung nach einem 30-minütigen Discovery-Call.

Was kostet EdgePortal?

Monatliche oder jährliche Abrechnung. Hauptpreistreiber: aktive Mandanten und ausgewählte Module.

  • Einsteiger (1 Standort, bis 20 Endkunden): ab 750 € / Monat
  • Standard (mehrere Standorte, bis 50 Endkunden): ab 1.250 € / Monat
  • Enterprise (ab 50 Endkunden, individuelle SLAs): ab 2.000 € / Monat
  • Einmalige Einrichtung ca. 3.000 €
  • Integrationen in Drittsysteme nach Aufwand
  • On-Premise-Hardware unter 10.000 €
  • Keine versteckten Kosten für API-Calls, Webhooks oder Security-Features

Konkretes Angebot über die Kontaktseite. Typische Antwortzeit 1 Werktag.

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